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„P tik L“

Marie-Louise Meyer

Malerei, Zeichnung, Grafik

Eröffnung: Freitag, 28.6. 20.00 Uhr

Showdown: Freitag, 19.7. 20.00 Uhr

 

Die Figuren in den Arbeiten verwickeln den Betrachter. Wie geht es ihnen? Was tun sie? In welchen Zusammenhängen stehen sie zueinander? Die Protagonisten der Bilder sind mit sich selbst beschäftigt, nicht wissend, dass sie in ihrer, auf gewisse Art befremdlichen Situation zur Schau gestellt werden. Dass sie den Mittelpunkt von Umständen bilden, die nicht mit einem Wort präzise und endgültig beschrieben werden können, sondern einen Raum erschaffen, der nie ganz umrissen werden kann. 

 

Sie erzählen Geschichten, vermutlich solche, die man selbst schon kennt. Vielleicht sogar die eigene, ganz private, hausgemachte und höchst unzuverlässige Geschichte. Zusammengebaut aus Fragmenten von Erlebtem, Erdachtem, Gehörtem, nicht mehr differenzierbar zu einem kohärenten Strang verstrickt. 

 

Elemente jeglicher Art werden so zusammengebaut, ihr Ursprung ist nicht zu entziffern. Aus dem Bild selbst stammend, aus Farbe bestehend oder aus ganz anderem Material: bemalte Papierfetzen, Schrift und Milchkarton. Sich gegenseitig unbekannt treffen sie in den Collagen aufeinander und verbinden sich zu einem Bild. Sie lassen Zufälligkeiten und Unkontrollierbares entstehen, geben den Bildern eine neue Wendung. Sie modifizieren eine Aussage – ohne selbst ein Satzglied zu sein. Sie sind Partikel.

 

Acryl liegt über Lack, Ölfarbe schließt eine Kreidefläche. Die verschiedensten Medien kommen zusammen und entwickeln vermeintlich stringente Erzählungen. Manchmal jedoch wird nur die vage Assoziation möglich, ein „Das erinnert mich an...“. Nie entschlüsseln sie sich ganz, ein Rest Unklarheit bleibt immer. Sie entwickeln sich langsam und machen gleichzeitig Sprünge. Sie sind verschoben, verfälscht, mit einem bestimmten Gefühl verbunden. So, wie unsere eigene Erinnerung es ist (von der man nur behaupten kann, man wäre sie selbst).

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