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Da wir momentan innerhalb der Galerie keine Ausstellungen und mangels Schaufenster auch keine Schaufensterausstellungen zeigen können, haben wir das Format ZEROTV entwickelt. Wir werden in nächster Zeit immer wieder online-Veranstaltungen durchführen und neue Filme ins Netz stellen. Obwohl dies niemals den realen Besuch und die Begegnungen in unserem Kunstverein ersetzen kann, betrachten wir Performances, Film, Theater usw. auf diesem Medium als wertvolle künstlerische Zwischenspiele.

ZEROTV präsentiert:

 

„Modes of basic actions - Glas Wasser, Notbrot, schlafen“

Susa Ramsthaler

Performanceserie

 

Einführung und Gespräch mit der Künstlerin:

Freitag, 7.5. 20.30 Uhr Gespräch mit Susa Ramsthaler,

online: https://freieradios.collocall.de/oli-wzl-nbu-2vu,

freier Zugang

Ab 19.30 Uhr kann das Performance-Video online

angeschaut werden: https://vimeo.com/541788130

 

 

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Die drei Performances von Susa Ramsthaler, die auf einer kleinen Grundfläche gezeigt werden, haben existentielle menschliche Bedürfnisse zum Thema: das Trinken, das Essen, das Schlafen. Die eindrückliche Atmosphäre der Performances entsteht durch die Verbindung von Privatem und Öffentlichem. Zunächst nehmen wir offensichtlich an etwas sehr Privatem teil, an etwas, das uns ganz direkt anspricht. Sehr schnell jedoch wird deutlich, dass es sich um existentielle Fragen handelt. Doch das Existentielle steht nicht für sich selbst, Susa Ramsthaler bindet es in die gegenwärtigen gesellschaftlichen Strömungen und Befindlichkeiten ein. Doch auch dafür gibt es einen größeren Rahmen. Die Feststellung, dass Wasser für viele Menschen ein rares Gut ist, öffnet einen universalen Blick. Und von dort geht es wieder zurück ins Persönliche, das sich nun in anderen Perspektiven spiegelt. So bezieht die Performerin beispielsweise in „Notbrot“ die Kulturgeschichte mit ein. Dabei sind diese Bezüge kein Selbstzweck, sondern wiederum Anlass, über Reichtum und Armut im Zusammenhang mit Konsum und unserem persönlichen Verhalten zu reflektieren. In „schlafen“ wird die Kritik an der 'Konsumgesellschaft' explizit, sie endet im Aufruf zur neuen Wachheit und freiem Denken und einem positiv utopischen Ausblick.

 

Oliver Herrmann hat durch eine spezifische Beleuchtung die Performances in einen jeweils eigenen Lichtraum gesetzt und die räumlichen Situationen in ZeroArts in Ihrer Spezifität hervorgehoben. Dadurch kommt auch hierbei, wie beim letzten Video, den Örtlichkeiten die Funktion eines Akteurs zu.

 

Performance, Kostüm, Konzeption: Susa Ramsthaler

Kamera, Licht, Ton, Schnitt: Oliver Herrmann