

2014:
31. 01. 2014 - 28. 02. 2014
Monika Ehret
FREIE LIEBE UND VERKEHR
Ein künstlerischer Kampf gegen Geschwindigkeitsblitzer
Mit Hilfe verschiedener Projekte führt Monika Ehret einen künstlerischen Kampf gegen Geschwindigkeitsblitzer. Wer viel im Raum Stuttgart unterwegs ist, dem verlangen diese Geräte permanente Aufmerksamkeit ab. Das nervt.
Ein Videofilm zeigt die Blitzerverhüllung mittels eines Riesenkondoms. In Zeichnungen, Bildern, Fotos und Montagen nimmt sie sich der Blitzer an. Superman hilft, eine Dartscheibe erlaubt Aggressionsabfuhr mit Gewinnoptionen, Polizei-„Portraits“ wurden gesammelt und liebevoll gerahmt, Straßenkarten mit Voodoo-Zauber schützen vor Strafzetteln, es gibt „Kondome“ in diversen Ausführungen, eine „Blitze Dich Selbst“-Aktion u.a...
Eröffnung am Freitag, 31. Januar 2014 ab 20 Uhr
Showdown am Freitag, 28. Februar 2014 ab 20 Uhr
14. 03. - 11. 04. 2014
Sand & João
It´s a tosh!
Büro für Auratisierung /
Sandro Placenti und João Hoyler Correia
zeigen neueste Werke / Objekte und Malerei
Eröffnung: Freitag den 14. 3. 2014, ab 20 Uhr
Showdown: Freitag 11.April 2014 ab 20 Uhr
09. 05. - 06. 06. 2014
Joshua Spangenmacher
„Hauptsache Wiederholung“
Die Ausstellung zeigt einfache Arbeiten auf Papier, die sich mit beißender Ironie der Medien- und Internetwelt annehmen. Die verwendete Methode ist die Wiederholung, sei es als Ordnung, sei es als Zufall, sie zieht sich als roter Faden durch alle Medien. Die Wiederholung ist ständig gegenwärtig, sei es am Computer, im Internet, in der Kunst. Die grafische Benutzeroberfläche von Computern wiederholt sich in den Zeichnungen.
Eröffnung am Freitag den 09. 05. 2014, ab 20 Uhr
Showdown: am Freitag 06. 06. 2014 ab 20 Uhr
27. 06. - 25. 07. 2014
Jürgen Trautwein
NIESATT 014
Zeichnung, Malerei und Multimedia Installation
Jürgen Trautwein zeigt die Rauminstallation NIESATT 014 aus dem Arbeitszyklus Strategien zum Schutz vor dem Komplettwahnsinn, Teil des sich seit 2001 in ständiger Verwandlung befindenden Werkzyklus NIESATT.
Die Ausstellung NIESATT 014 ist eine experimentelle, raumspezifische Zeichnungs- und Multimedia Hybridisierungsinstallation, die sich kritisch mit der Welt in der wir leben auseinandersetzt. Das Wort NIESATT ist ein Neologismus, der aus den Wörtern nie und satt besteht; liest man das Wort rückwärts und ersetzt das Doppel T mit D liest man Dasein, somit ein Palindrom. NIESATT verweist, wie das Wort schon sagt, auf das von Unersättlichkeit geprägte Dasein des Jetztmenschen in ständigem Hunger nach immer mehr, ohne Rücksicht auf Umwelt und sich selbst.
Jürgen Trautwein ist ein multidisziplinärer Künstler dessen Arbeiten sich kritisch mit zeitgenössischen Themen auseinandersetzen. Sein künstlerisches Schaffen bewegt sich zwischen Zeichnung, Malerei, Raumspezifischer Installation, Netzkunst, Video, Animation, Interaktive Sound Screens, Photography, Temporäre Intervention, Performance und Ephemeral-Land art. Er hat an der Universität der Künste in Berlin studiert und als Meisterschüler abgeschlossen. Seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt. Er hat unter anderem in den späten Achzigern in Stuttgart im Kunsthaus Schaller seine Malerei gezeigt, in den Mitt-Neunzigern wurde seine Netzkunst in der Stuttgarter Zeitung besprochen, zur Jahrtausendwende wurde seine Netzkunst im Net-Art Guide vom Fraunhofer Institut in Stuttgart publiziert und er war letztens beim Stuttgarter Filmwinter 2012, mit seiner Arbeit onspeed, vertreten - ein Projekt das sich mit dem Datenfluss auf Twitter beschäftigt.
Mehr Informationen zu Trautwein’s Arbeiten erhalten Sie unter dem folgenden Link:
NIESATT und noch mehr NIESATT
Eröffnung am Freitag den 27. 06. 2014, ab 20 Uhr
Showdown am Freitag 25. 07. 2014 ab 20 Uhr
26. 09. - 24. 10. 2014
Damian Fischer
Kanalarbeiten
Jochen Damian arbeitet bildhauerisch, installativ und fotografisch.
In seinen Arbeiten taucht er in die urbane Unterwelt ab, speziell in die Rohre und Räume städtischer Abwasserkanäle.
Damian sucht die isolierten Räume auf, dabei hinterlässt er zum einen Spuren vor Ort und dokumentiert diese, zum anderen sammelt und archiviert er die Räumlichkeiten in ihrer Erscheinung und Ästhetik, indem er Raumelemente einfängt und diese nachbildet.
Eröffnung am Freitag 26. 09. 2014, ab 20 Uhr
Showdown am Freitag 24. 10. 2014 ab 20 Uhr
28. 11. - 19. 12. 2014
Amy Hany
Die dunkle Seite
Die Gefühle beim Betrachten der Bilder von Amy Hany sind vielfältig, aber stimmen sie noch, wenn wir sie benennen? Was stimmt noch, wenn wir sie erfühlen wollen? Bekommen wir eine Antwort auf ihr Frauenbild? Werden diese Frauen angeblickt, begehrt, manipuliert? Oder sind sie im Gegenteil emanzipiert, blicken sie, begehren sie, manipulieren sie? Sind sie die Künstlerinnen, und wir die Objekte? Im ersten Moment des Betrachtens glauben wir zu wissen, was uns ihre Bilder zeigen, wie sie die Welt ihrer Frauen sieht, wie scheinbar kaputt ihre Weltsicht ist, wie abgrundtief, psychotisch, destruktiv, sexualisiert unter der hübschen, folkloristischen Oberfläche. Oder sind wir das Subjekt, das im Spiegel ihrer Bilder unsere Illusion erlebt?
Ihre Kunst sind Briefe – Empfänger erst mal unbekannt. Sind wir die Empfänger, können wir sie lesen. Ist der Inhalt eingeschrieben oder sind wir der Inhalt?
Geschichten erzählen? Ist das hier die Kunst? Oder Geschichten entdecken – im Da – Zwischen, Ich – Spiegel – Bild? Hier versteckt sich der Point de Vie, der Point de Vue.
Die Fülle der Werke lassen sie zu einem Ornament zusammenfließen, in der Farbe zu einem Instrument, einer Waffe wird. Was Amy Hany interessiert , sind menschliche Abgründe, Fehltritte, Krankheiten und die dunkle Seite. Sie kriecht förmlich in verschiedene Frauen-Rollenbilder, malt sie und verleibt sie sich ein. Sie fügt den Frauen in ihren Bildern Wunden zu, lässt sie morden, Krankheiten durchleben, Inzest feiern, sich umbringen und manchmal auch einfach nur heilig sein.
Eröffnung am Freitag 28. 11. 2014, ab 20 Uhr
Showdown am Freitag 19. 12. 2014 ab 20 Uhr
2013:
Am Mittwoch, dem 9.01.2013
zeigen wir Johannes Schlichtings Neuvertonungen von
VAMPYR (1931) und L’AGE D’OR (1930)
Beginn 19.30 Uhr
Einlass ab 19 Uhr
Carl Theodor Dreyer’s alptraum- und rätselhafter Film VAMPYR (1931) sowie Luis Bunuels großes surrealistisches Pamphlet L’AGE D’OR (1930) zählen zu den künstlerischen Höhepunkten des Zwischenkriegskinos. Beide Filme entstehen zu einer Zeit, in der das Kino allmählich von der Livebegleitung zur Tonspur übergeht. Sie verfügen bereits über eigene Tonspuren, die jedoch – der Technik ihrer Entstehungszeit und dem Stand der momentanen Restaurierung entsprechend – antiquiert klingen. Dass die Filme zudem noch weitgehend "stumm" funktionieren, das heißt von einer äußerst dichten Bildsprache leben, macht sie offen für eine alternative musikalische Begleitung.
Die neuen Tonspuren zu VAMPYR und L'AGE D'OR gehören zu einer Reihe von Musikcollagen, die Johannes Schlichting zwischen 2004 und 2012 erstellte. Der Begriff 'Musikcollage' meint hier ein An- und Übereinandermontieren mehrerer Fragmente vorgefundener Musikaufnahmen, die also einen neuen musikalischen Text ergeben sollen. Dieser Text versteht sich dann sowohl als Komposition im musikalischen als auch im bildnerischen Sinne als Collage. In Anbetracht dessen und der mannigfachen imaginären Filme, die sich bei Hörern dieser Collagen ergeben, lag es dem Künstler nahe, diese Vorgehensweise auf (wenigstens zwei) tatsächliche Filme anzuwenden.
Obgleich eine solche Bearbeitung (oder auch: Aneignung) die Originale durchaus verfremdet, passen sich die Collagen doch perfekt dem filmischen Geschehen an, und bieten einem heutigen Publikum (welches die Filme zum großen Teil zum ersten Mal sieht) ein unerwartet direktes Erlebnis der nach wie vor irritierenden Kraft klassischer surrealistischer Filmkunst.
Johannes Schlichting wird anwesend sein und zu beiden Filmen kurze Einführungen halten.
01. 02. - 01. 03. 2013
Ute Woracek
"Erkaltung der Restwärme"
Videos, Fotografien und Objekte
Eröffnung am Freitag, 01. 02. 2013 ab 20 h
Showdown am Freitag, 01. 03. 2013 ab 20 h
22. 03. - 20. 04. 2013
Antoine Paris
Malerei
Eröffnung am Freitag, 22. 03. 2013 ab 20 h
Showdown am Samstag, 20. 04. 2013 ab 20 h
Antoine Paris ist ein junger Maler aus Saint Quentin/Frankreich. Sein Stil wurzelt in den Graffitis,
die er als Teenager mit anderen Street-Artists sprühte.
Reisen können bereichern. So reiste er oft um die Welt, nach Asien, Afrika und Europa. Er weilte
oft bei den Vorstellungen seines Vater, der Schauspieler war. Heute tauchen immer noch Bilder von
Performances in seiner Vorstellung auf. Musik, Gedichte und Literatur inspirieren ihn auch.
Seine erste Ausstellung in Paris war ein voller Erfolg. Er verkaufte mehr Bilder als Van Gogh in
seinem gesamten Leben.
03. 05. - 31. 05. 2013
Oliver Herrmann
"im Draußen ist alles echt"
Installation, Video, Fotografie
Eröffnung am Freitag, 03. 05. 2013 ab 20 h
Showdown am Freitag, 31. 05. 2013 ab 20 h
Der Ausstellungsraum selbst ist der Ausgangspunkt für Oliver Herrmanns Arbeiten, die bei Zero Arts e.V. gezeigt werden. Dem Publikum werden in diesem Raum ein Modell und Bilder des Raums, die wiederum Abbilder und Spiegelbilder dieses Raums sind, gezeigt. Die Betrachterin und der Betrachter treffen dabei auf sich selbst. Sie befinden sich im wirklichen Raum, aber auch in einer Projektion, die Abbilder des Raums und Abbilder des Raummodells in einem Video zeigt. In dieses ist das Bild der Betrachter in Echtzeit eingefügt ist, sodass sich ein perfektes Verwirrspiel mit der Wirklichkeit ergibt.
Ergänzend zur visuellen Ebene sind gesprochene Texte aus Literatur, Philosophie und Kunstwissenschaft aus im Raum verteilten Lautsprechern zu hören.
14. 06. - 12. 07. 2013
Tränenbrot # 4
"BEIFANG"
eine Ausstellung von
Michael Berghold
Rüdiger von Heusteig
Matthias Klein
Ralf Ruh
Julia Schubart
Eröffnung am Freitag, 14. 06. 2013 ab 20 h
Showdown am Freitag, 12. 07. 2013 ab 20 h
Mit „Beifang“ bezeichnet man einen unbeabsichtigten Seiteneffekt, das ursprünglich ungewollte Nebenprodukt einer bestimmten Tätigkeit. Der Begriff wird hauptsächlich in der Fischerei verwendet, lässt sich jedoch viel weiter fassen. In dieser Ausstellung geht es nicht um Fangquoten oder um aktuelle Tendenzen beim Fischfang, sondern um Fragen nach Haupt- und Nebensachen, nach Wahrnehmung und Zufall. Man fokussiert sich auf etwas, stellt aber plötzlich fest, dass sich im Augenwinkel ganz andere Dinge abspielen, die schlagartig aus der Peripherie ins Zentrum rücken. Was definiert Ideen, Gegenstände, Projekte oder Lebewesen als Haupt- oder Nebensachen? Muss die gezielte Jagd zufällig und absichtslos Gefundenes bedeutungslos machen? Oder birgt nicht gerade ein neuer Blick auf den Beifang die Möglichkeit zur Horizonterweiterung?
Die Gruppe Tränenbrot beschäftigt sich mit dem Marginalen, dem nicht-Gesuchten, aber dennoch Gefundenen. Sie greift diesen fruchtbaren Perspektivwechsel auf und unterläuft und durchbricht mithilfe unterschiedlicher künstlerischer Techniken und Stilmittel Wahrnehmungen, Erwartungen und vorgefasste Meinungen.
Die fünfköpfige Künstlergruppe wurde 2007 im ICE von Kassel nach Stuttgart gegründet. Keines der Mitglieder hat jemals eine klassische Kunstakademie von innen gesehen. Wenn man die Gruppe überhaupt auf ein bestimmtes Charakteristikum festlegen kann, dann auf die Tatsache, dass sie alle Konventionen hinter sich lässt. Auf der Suche nach einer kunsthistorisch korrekten Einordnung der Gruppe Tränenbrot prägte der Kunsthistoriker Kay Link anlässlich der ersten Ausstellung 2008 den Begriff des „Stuttgarter Aufbruchs“.
26. 07. - 23. 08. 2013
Lee Lichterloh
"Fantasien der Wiederholung"
Druckgrafiken
Eröffnung am Freitag, 26. 07. 2013 ab 20 h
Showdown am Freitag, 23. 08. 2013 ab 20 h
"Fuck the intention of the artist!" (Majerus)
Lee Lichterloh
1950 geb. in Böblingen
1970-74 Freie Kunstschule Stuttgart bei Gerd Neisser
lebt und arbeitet in Böblingen
06. 09. - 04. 10. 2013
Daniela Wolfer
"SPAM"
Malerei
Dass der Begriff SPAM nicht nur für allerseits verhasste Werbe-Emails steht, sondern auch für eine global beliebte Dosenfleischmarke, mag zunächst wie ein zwar amüsanter, jedoch eher unbedeutender Zufall erscheinen. Untersucht man diese Doppelbedeutung ein wenig genauer und verbindet gemeinsame Eigenschaften (oder vertauscht die verschiedenen), zeigt sich, dass diese Zusammenhänge einiges über die Welt, in der wir leben, aussagen.
Unter dem Ausstellungstitel SPAM versammelt Daniela Wolfer eine Auswahl von Gemälden aus verschiedenen Werkgruppen. Diese Werkgruppen sind inhaltlich und formal voneinander verschieden und tragen bestimmte Titel wie 'digital picknick', 'prime time', 'suffocation' oder 'innocent'. Gemeinsam haben sie ein bestimmtes Weltbild, welches sich mit der oben erwähnten kuriosen Doppelbedeutung von SPAM gut umreißen lässt.
Vordergründig beschäftigen sich die gezeigten Bilder mit Phänomenen der Massenkultur, des Konsums und der Unterhaltung. Doch ist die Thematisierung des zeitgenössischen Hedonismus nur die Oberfläche einer umfassenden Kritik an den massenhaften Attacken der digitalen Industrie, welche dem Individuum eine immer perfektere Personalisierung vorgaukelt um es in Wirklichkeit zu uniformieren und beherrschen. Die Verarbeitung des Individuums in eine handliche Dose leckeren Frühstücksfleisches (ebenso wie sein Kampf gegen diese Verarbeitung) ist in Daniela Wolfers Bildern ein regelmäßig wiederkehrendes Motiv, welches mit unterschiedlichen Metaphern und auf verschiedenen Ebenen dramatisiert wird. Gerade im Überblick über mehrere Werkgruppen wird sowohl die Vielfalt als auch der Erfindungsreichtum deutlich, mit welchem die Künstlerin ihr Thema in immer neuen Konstellationen formuliert.
Eröffnung am Freitag, 06. 09. 2013 ab 20 Uhr
Showdown am Freitag, 04. 10. 2013 ab 20 Uhr
25. 10. - 22. 11. 2013
Steffen Osvath
"Fisch & Feuer"
Fotodelere - Achtlos weggeworfene Fotografien
Archäologen er-finden aus Spuren ein Leben aufs Neue.
Daher sehe mich nicht als Fotograf - eher als Fotoarchäologe oder Fotogeologe.
Ich grabe mich intervallweise durch einst sorgfältig gehütete Schätze aus Pappbildchen und Farbdiafilmen. Aufbewahrt als visuelles Familien-Gedächtnis, weggeworfen, verkauft oder vergessen, als Gegenstand verschiedener Erinnerungsentrümpelungen.
In der heutigen Zeit tritt die Tragik des Schwindens aus dem Sinn der Hinterbliebenen besonders hervor, während in anderen Epochen wie dem Barock die Menschen so zahlreich gingen, dass ein Nachsinnen im Kampf ums eigene Überleben kaum Platz hatte.
Ein neuer Fund wird analysiert: Aus ihrer unsortierten Masse heraus brennen sich im Sekundentakt fremde Geschichtsfragmente in unser Gehirn, das eifrig wie bei Lynchfilmen nach Zusammenhängen sucht. In der Manier, wie unser Hirn die eigene Erinnerung ständig neu generiert und immer wieder verfälscht, verwebt es die Bilder zu scheinbar bekannten Existenzteppichen. Die Zeitkomponente löst sich auf und ist zugleich Rückblick, Ansicht wie auch Aussicht. Die abgebildeten Figuren werden zu wandelbaren Platzhaltern, die sich mit Emotionen und Erfahrungen des Betrachters aufladen, angereichert mit subjektiver Wahrnehmung und Fantasterei.
Hier setzt die Fotodelere ein. Durch kombinieren, reduzieren, herausschaben, übermalen werden Bildelemente verändert und neugenierierte Geschichten visualisiert, ohne dass der schöpferische Interpretationsprozess zum Erliegen käme.
Die Fotodelere-Bilder fahren ein Arsenal an Metaphern und Vergleichen auf, die die individuelle Existenz als kurzatmig und nichtig erscheinen lassen. Bejaht als unumgängliche Sequenz erhält dieses „Elend“ jedoch sanften humorvollen Ausklang.
Nachdem das pessimistische Gesamtbild abklingt und dem Skurrilen die Oberhand gewährt erkennt der geneigte Voyeur, dass die Grenze zum privaten längst aufgelöst ist und er das Bild mit Aspekten seiner eigenen Existenz nährt.
Seine Empathie für Intimität und Offenlegung von Verborgenem lassen ihn Teil der Geschichte werden, mit der Distanz des stillen Teilhabers oder einer völligen Identifikation.
Eröffnung am Freitag, 25. 10. 2013 ab 20 Uhr
Showdown am Freitag, 22. 11. 2013 ab 20 Uhr
2012:
03. 02. - 02. 03. 2012
"Sinnlose Tätigkeiten mit großer Sorgfalt ausgeführt"
Videoarbeiten von Gabrielle Zimmermann
2009 beginnt die Videokünstlerin Gabrielle Zimmermann (gz) ihre „Versuchsreihe“ mit dem scheinbar widersprüchlichen Titel „Sinnlose Tätigkeiten mit großer Sorgfalt ausgeführt“. In laborartigen Situationen werden akribisch eigenwillige Versuchsreihen durchgeführt. Verpackungsmaterialien, wie Luftpolster und Luftpolsterfolien werden aufgeschnitten, perforiert, penetriert, zerstört und manipuliert - auf sehr unterschiedliche Art und Weise (mit Skalpell, Zange, Nadel,...) wird Luft entzogen oder werden Flüssigkeiten injiziert …
Den dadurch entstehenden Bildkompositionen wohnt durchaus eine formale Ästhetik inne. So steht die transparente Oberflächenbeschaffenheit des Plastiks und dessen „ätherische“ Verletzlichkeit im Kontrast zu dem metallenen klinischen Besteck. So werden in Szene Nr. 6b der „Versuchsreihe“ geduldig die endlos scheinenden Luftpolsterreihen einer Folienbahn mit dem Finger zerdrückt (dieser Vorgang existiert auch in Echtzeit, ca. 1Std., wurde aber mit Zeitraffungen durch Überblendungen gekürzt). Die durch das Zerplatzen der Luftpolster und dem Rascheln der Folie entstehende
„Musik“ begleitet das „Ballett“ aus Fingern und Folienbewegung.
So „sinnlos“ und unbeschwert, wie der Titel den Betrachter zunächst glauben macht, ist das ganze Unterfangen nicht; es beinhaltet vielmehr ein Vielfaches an Denkansätzen, welche völlig unterschiedliche Diskurse anregen können: Sei es zum Einen auf konsumkritischer, umweltpolitischer Ebene, die Frage nach all dem „Wohlstandsmüll“, der allein durch Verpackungsmaterial entsteht oder nach dem Anachronismus diverser Datenträger, welche gewissermaßen auch das Ende einer „analogen Datenepoche“ markieren (1); zum Anderen Assoziationen an meditative Ansätze und Tätigkeiten, z.B. im Buddhismus, insbesondere Zen, aber auch an Camus’ „Mythos von Sisyphos“ (2) und der damit einhergehenden Frage nach Absurdität und Existenz.
Diese Arbeitsreihe, welche auch immer als solche betrachtet und gezeigt werden soll, setzt sich auf minimalistische und zugleich humorvolle Weise mit den großen „Sinnfragen“ auseinander. Was ist also sinnvoll?... was ist sinnlos? Diese Frage wird ironisch in den Raum gestellt und lässt Platz für die individuellen Gedankengänge des Betrachters. Wenn dadurch Menschen zum Schmunzeln oder Kopfschütteln gebracht werden oder gar das Verfolgen eines Gedankenganges bewirkt wird, ist es per se schon nicht mehr sinnlos. Auch das Verpackungsmaterial, "sinnloser Müll", erhält so noch eine Verwendung, einen neuen Sinn.
Wenn der Betrachter zum Nachdenken über Sinn und Unsinn angeregt wird ... ist der „Sinn“ der „sinnlosen Tätigkeiten“ für gz schon erfüllt.
(1) Werkprozesse mit den Bändern alter Musik- und Videokassetten und alten Schallplatten sind in Arbeit
(2) «Der Mythos von Sisyphos» kreist um die zentrale Frage, die Grundfrage auch aller Philosophie, «ob das Leben die Mühe, gelebt zu werden, lohnt oder nicht». Sisyphos steht für den Menschen, der sich seiner wahren Stellung in der Welt und das heißt: seiner absurden Situation bewusst ist. Das «Absurde» bezeichnet die Diskrepanz
zwischen dem Menschen und seiner Sehnsucht nach Sinn und Verstehen und dem Schweigen der Welt, ihrer Undurchdringlichkeit und Gleichgültigkeit.
Mit dieser Erfahrung stellt Camus die Forderung an den Menschen, dieses Leben und diese Situation ohne Illusionen auszuhalten, aller Transzendenz und allen Trostes zu entraten und eine sich ganz im Diesseits ihren «Sinn» gebende Existenz auf sich zu nehmen, deren «Reich ganz von dieser Welt ist». Allein diese geistige Haltung, so Camus, verleiht dem Menschen in seiner absurden Situation Würde und Wert: «Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.»
Gabrielle Zimmermann (gz) hat Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte studiert (M.A. bei Tilman Osterwold und Beat Wyss), Bereits gegen Ende des Studiums und direkt danach hat gz im Frankfurter Kunstverein (unter der Leitung von Nicolaus Schafhausen) gearbeitet, bis sie sich 2001 gegen eine Karriere im Ausstellungsvermittlungsbereich und doch für die freie Kunst entschied. Seitdem ist die Autodidaktin als freie Künstlerin in Frankfurt, Stuttgart und anderswo tätig.
Mehr Informationen unter: www.hirnzucken.de
Eröffnung am Freitag, 03. 02. 2012 ab 20 h
Showdown am Freitag, 02. 03. 2012 ab 20 h
30. 03. - 20. 04. 2012
Mark Köschinger
Objekte, Skulpturen, Installation, Fotografien
Packend, erhaben, würdig, sinnsuchend, narzisstisch, sakral und erbarmungslos:
„Da ist so viel in mir, das raus muss“, erklärt Marc Köschinger. Fast zwingend, dass er sich freiwillig auf die Farben schwarz und Weiß beschränkt. „Müsste ich meine Arbeiten auch noch fassen, würde ich womöglich verrückt.“
Der Künstler spricht solche sätze mit sanfter stimme, gelassen, mit einem Anflug von Ironie. Doch seine Arbeiten offenbaren die Dämonen, die hier am Werke sind.
Die kleinen Skulpturen sind im besten sinne morbide, reif, in ihrer Deutungsvielfalt nahezu überreif und wirken in ihrer schutzlosen schonungslosigkeit erbarmungslos direkt auf den Betrachter. sie sind erhabene Relikte, Zitate der alten Meister Bosch und Grunewald und gleichzeitig eine vollkommen neue Interpretation von Leben und Tod.
Bewusste Auslassungen wandeln sich unvermittelt in einen Eindruck von versteckter Pracht, liebenswerte Details wie die einen Kopf umschwirrenden Schmetterlinge in Todesahnung. „Schmetterlinge sind, was viele nicht wissen, Aasfresser“, erklärt Köschinger, für ihn sind sie Seelenträger, den Ba-Vögeln der Ägypter und ihren christlich-barocken Nachfolgern, den feistfröhlichen Putten nah verwandt.
Das Aufblättern der sinnschichten eines jeden Werkes weckt manches Amüsement, melancholisches Verständnis, doch dann entwickeln Papier, Pappmache und Metall in Köschingers Händen eine suggestiv- grausame Sogkraft und nicht jeder Betrachter hält dem Blick in diese Spiegelbilder stand, führen sie doch am Ende ins eigene selbst, ins Erkennen vom eigenen sterben und Vergehen,
dieser größten „narzisstischen Kränkung“ der Menschheit.
D a n i e l a K l o t z
Publizistin
März 2010
Mehr Informationen unter: www.koeschinger.de
Eröffnung am Freitag, 30. 03. 2012 ab 20 h
Showdown am Freitag, 20. 04. 2012 ab 20 h
04. 05. - 01. 06. 2012
Tessa Wolkersdorfer
"Waldwäsche"
Malerei
„Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen.“ Albert Camus
Die Bilderfindungen von Tessa Wolkersdorfer
Das Interesse am Absurden und Bizarren, sowie die intensive Leidenschaft für die Malerei, sind die wesentlichen Quellen, aus der sich die Kunst von Tessa Wolkersdorfer speist. So lautet der Titel eines ihrer Schlüsselbilder aus dem Jahr 2009 "Surrealistisches Bild Nr.1". Sie knüpft damit an die Tradition des Surrealismus an, eine der prägenden Bewegungen der Moderne, die gegenwärtig auch in der bildenden Kunst von zahlreichen Zeitgenossen aufs Neue wiederentdeckt wird.
Dennoch: Die bizarre Bildwirklichkeit begegnet uns bei Wolkersdorfer weder als erkenntniserhellendes Mysterium wie einst bei René Magritte, noch als grandiose Visionen wie bei Max Ernst, auch nicht als komplexe, rätselhafte Geschichte wie bei Neo Rauch, sondern als eine ganz ureigene, bodenständige, meist auf wenige Bildelemente reduzierte Bildsprache. Und diese Bildsprache lässt sich nicht so leicht in Worte fassen, will man ihr gerecht werden.
Charakteristisch scheint, dass Tessa Wolkersdorfer ihre Bildwelten oft aus Elementen und Motiven einer scheinbar vertrauten, alltäglichen Umgebung baut. Dabei bevorzugt sie farbige Tusche und extreme Formate: Große oder kleine. Mittelmaß ist nicht ihre Sache. Eine erste Grundidee bildet den Ausgangspunkt zum Kampf ums gute Bild. Die Konzentration auf den Prozess der Bildfindung und den Prozess des Malens spielt eine wesentliche Rolle. Es wird gemalt, übermalt und transformiert bis hin zum stimmigen Resultat. Dann tummeln sich Schafe und Kugeln, Kissen und Lebkuchen, Affen und Schlauchboot gemeinsam auf der Leinwand.
Diese Simultanität heterogener Wirklichkeitsebenen verweist wiederum auf surrealistische Bildstrategien und eine entsprechende Methodik, die bewusst angewandt wird. Erinnert sei in diesem Kontext an Lautréamont und sein legendäres Zitat aus den „Gesängen des Maldoror“, das den Surrealisten als programmatisches Leitbild diente: […] schön […] wie die zufällige Begegnung eines Regenschirmes mit einer Nähmaschine auf dem Seziertisch.“ Mit Blick auf Wolkerdorfers Gemälde würde man dies vielleicht so formulieren: „Schön wie eine weiße Katze auf einem schokoladenbraunen Haupt.“ oder: „Schön wie ein Hirschkopf in einer Waschmachine auf dem Waldboden“.
Alle Gedanken und Assoziationen führen den Betrachter entweder in das Unterbewusste oder ad absurdum und somit in eine erweiterte oder in eine existentielle Form der Auseinandersetzung mit Wirklichkeit. Das verblüfft, fasziniert und fesselt zugleich. Dadurch gelingt Tessa Wolkersdorfer das Kunststück, dass ihre Gemälde die eigene Existenz mit einer so offensichtlichen Selbstverständlichkeit und ausgeprägten Präsenz so spürbar behaupten. […]
(Eva Schickler, Kunsthistorikerin M.A).
Eröffnung am Freitag, 04. 05. 2012 ab 20 h
Showdown am Freitag, 01. 06. 2012 ab 20 h
22. 06. - 20. 07. 2012
"Alles muss raus"
Mitgliederausstellung
mit
Marinus van Aalst
Monika Ehret
Hartmut Hörmann
Bernard Hoffmann
Matthias Klein
Dala Lange
Hanns-Michael Rupprechter
Peter Schmidt
Julia Schubart
Manfred Unterweger (Undi +i)
Gabrielle Zimmermann
Jim Zimmermann
Die Mitgliederausstellung widmet sich in unterschiedlichsten Ansätzen dem Thema "Alles muss raus", wobei es sich hier nicht um einen thematischen Bezug auf Sperrmüll oder Sommerschlussverkauf handelt, sondern emotionale Aspekte im Fokus stehen ...
Eröffnung am 22. 06. 2012 ab 20 Uhr
Showdown am 20. 07. 2012 ab 20 Uhr
14. 09. - 12. 10. 2012
Pfrommer & Subke
"Deliziös"
„Als Koch muss man Phantasie haben.
Und man muss improvisieren können.“
(Paul Bocuse)
„Dem Gastrosoph ist nichts zu doof.“
(Graf Boonekamp)
„Hauptsach der Ranzen spannt.“
(Volksmund)
Dass Koch- und bildende Kunst prächtig miteinander harmonieren, wissen wir nicht erst seit Ferran Adriàs Documentateilnahme 2007 oder der Einrichtung einer Kochwerkstatt an der Frankfurter Städelschule im Jahr 1978.
Die ihrerseits besonders prächtig miteinander harmonierenden Stuttgarter Maler Hans Pfrommer und Armin Subke springen nun spät, aber keinesfalls zu spät, auf diesen fahrenden Zug auf, wenn sie im Rahmen ihrer zweiten Ausstellung bei Zero Arts nicht allein ihre bestens bewährten malerischen Leckerbissen voll appetitlicher Farbigkeit, geschmackvoller Kompositionen, delikater Inhalte und köstlichem Humor präsentieren, sondern im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 14. Juli ab 20 Uhr einen Kompaktkochkurs (Kunst als Dienstleistung!) anbieten werden, in dem regionale Standards mit Einflüssen der herrlich schweren Futurefunkfood-Küche eine wunderbare kulinarische Liaison eingehen.
Die Vernissagengäste werden also sowohl die Zubereitung extravaganter Speisen, bei denen das Auge noch am ehesten mitessen möchte, als auch die wahrlich deliziösen Gemälde und Grafiken, die nach mehr schmecken, erleben können – eine synästhetische Orgie, die Sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen müssen.
Eröffnung am Freitag, 14. 09. 2012 ab 20 h (mit Kochseminar)
Showdown am Freitag, 12. 10. 2012 ab 20 h
02. 11. - 30. 11. 2012
Johannes Schlichting
"ANHÖRUNG"
Musik und Bilder
Unter dem Titel 'Anhörung' zeigt der Kunstverein Zero Arts eine Auswahl von Bildern und musikalischen Collagen von Johannes Schlichting. Im Zentrum der Ausstellung steht die Präsentation der Bilderfolge DECORUM, einer Arbeit, welche die Bild- und Musikcollage miteinander verbindet. Die Synchronisierung einer Folge von fünfzehn einzelnen Bildern - selbst Mischungen aus Fotografien und Filmstills - mit einer zwanzigminütigen Tonspur wird projiziert und erhält filmischen Charakter. Die Tonspur besteht aus Musikfragmenten verschiedener, meist spätromantischer Herkunft und gibt eine Reihenfolge und den Rhythmus der Bilder sowie die Länge ihrer Überblendungen vor. Entstanden ist eine Arbeit, welche – vor allem in ihrer projizierten Form - bildnerische und musikalische Konzepte nahtlos ineinander übergehen lässt. Neben DECORUM sind andere Bilder und musikalische Collagen versammelt, welche auf eine solche Synchronisierung verzichten und dennoch gleichermaßen gesehen und gehört werden können. Zeit- und Bildbegriffe sind dabei vom Ausstellungsbesucher frei zu vertauschen.
Eröffnung am Freitag, 02. 11. 2012 ab 20 h
Showdown am Freitag, 30. 11. 2012 ab 20 h
2011:
11. 02. – 11. 03. 2011
"LOOK !"
Neue Photographien und Filme von
Jim Zimmermann
mit zeichnerischen Korrespondenzen
von Monika Ehret
"Look at my pictures" war Robert Franks Antwort auf die Frage von Studenten nach der Interpretation seiner Fotoarbeiten. Du fühlst etwas dabei oder nicht, musst es aber nicht unbedingt verstehen. So sind auch die Worte und Sätze auf, in und über Jim Zimmermanns Fotos keine Anleitung zum Verständnis, sonder eher eine falsche Fährte die verwirren soll. Eine ähnliche Funktion haben die Zeichnungen von Monika Ehret, die sich mit den Bildern Zimmermanns auseinandersetzen, sich ihnen entgegenstellen oder sie ignorieren.
Wozu das dann?
Ein Foto ist eine heimtückische Sache. Es hängt ihm trotz besserem Wissen der Geruch der Objektivität nach. Ein Foto ist unzureichend. Die Illusion, in einer 60stel Sekunde die Wirklichkeit abbilden zu können, ist nicht auszurotten. Auch nicht für den Fotografen Jim Zimmermann, der es immer wieder versucht und doch weiß, dass er scheitern muß. So filmt er, aber auch dies ist nur eine Annäherung, eine verzweifelte Suche nach der Wirklichkeit.
Jim Zimmermann sieht sich nicht als Künstler, sondern als Fotograf. Er vertritt die Auffassung, daß Arbeitsspuren und ihr Entstehungsprozess in den Bildern nicht vertuscht werden dürfen. Das Negativ sieht er nicht als Heiligtum und Fusseln beim Scannen gehören zum Handwerk. Die Technik ist zweitrangig: misshandelte 6x6-Negative, abgelaufene Polaroid-Filme, digitale Aufnahmen mit Texteinblendungen ordnen sich der Bildidee unter.
Ursprünglich etablierte sich Zimmermann mit Fotografien über den Tango Argentino, mit Portraits und Aktaufnahmen. Was bleibt, ist der Mensch im Mitttelpunkt seines fotografischen "Guckens". Neugierde und Voyeurismus und die Überraschung, was das Leben ihm auf den Frühstückstisch spült.
Eröffnung: Freitag, 11 . 02. 2011 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 11. 03. 2011 ab 20 Uhr mit dem Duo di Verano
01. 04. – 29. 04. 2011
Noa Jordan
"looking for cy"
ein Soundprojekt
Die Künstlerin Noa Jordan setzt sich in ihrer Arbeit mit menschlicher Bewegung auseinander.
Sie zeigt eine Idee von Bewegung in zwei Kapiteln: 3 Zeichenprozesse mit deren Übersetzung in Tonstrukturen und figurative Skizzen.
Der Sound der großformatigen Zeichnungen, die aus der Bewegung heraus entstehen, wurde gewonnen, indem der Zeichenprozess durch hochauflösende Stereomikrofone aufgezeichnet wurde.
Diese dokumentierten Klangstrukturen dienen im Umkehrschluß als Impulsgeber für kleine, rote, figürliche Bewegungsstudien. In 3 Sekunden skizziert, lässt diese extrem kurze Arbeitsspanne nur klaren Ausdruck zu – voller Energie, Humor und BEWEGUNG.
Eröffnung: Freitag, 01 . 04. 2011 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 29. 04. 2011 ab 20 Uhr
27. 05. – 24. 06. 2011
MIO SON TUO
VALENTINA BARDAZZI | MIRCO MAGNANI
malerei | videoinstallationen
"Wahre Perfektion gibt es nicht, Schönheit resultiert aus Unvollkommenheit." Bei der Erreichung von Vollkommenheit besteht auch immer die Notwendigkeit für einige Elemente der Hässlichkeit und des Wahnsinns. Wenn Hässlichkeit vorhanden ist, wird oft übersehen, entweder absichtlich oder unabsichtlich, daß wahre Vollkommenheit erreicht ist.
Die Hauptintension der Ausstellung MIO SON TUO ist die Fragmentierung des Körpers, von Gefühlen und Emotionen, die Suche nach Details, die wichtig für unser Selbstverständnis sind. Diese Details wären vielleicht genetisch übertragbar, wenn wir dies denn tun wollten. Es ist der Versuch, ein anderes Gesicht, eine andere Seite von uns selbst, eine drastische Kürzung der körperlichen und der geistigen Reflexionen zu finden.
Die Zusammenarbeit von Valentina Bardazzi und Mirco Magnani begann im Jahr 2008 mit ihrem ersten gemeinsamen Ausstellungsprojekt mit dem Titel ‘Untitled for Parenthesyne Suite’. Das Projekt ist ein Versuch, die tägliche Wiederholung des individuellen Umgang mit einer Phobie zu übersetzen und zu interpretieren. Die Absicht war, Einzelheiten des Gewöhnlichen beobachten, diese Details zum besseren Verständnis zu vergrößern, die Unvollkommenheit, die eine Person einzigartig macht hervorzuheben, was als selbständige Forschung an der eigenen DNA zu sehen ist. In den Bildern und Videoarbeiten vergrößerten sie Poren, Venen, Falten der Finger und Wunden.
Die beiden Künstler sehen den menschlichen Körper als Sensor, der Gegenstände, Gedanken und Wellen mißt und absorbiert und mit dieser Idee im Kopf wagen sie einen tiefen Einblick in Hautschichten, in denen sich alles aus dem täglichen Leben aufgenommene widerspiegelt. Der Eigentümer des Körpers braucht nicht über seine Erfahrungen zu sprechen, der Körper spricht für sich.
05. 08. – 02. 09. 2011
ZELLSPEICHER - BLOCK 03
Bodenproben vom Baugelände Tiefbahnhof Stuttgart
Zellspeicher – Block 03 ist die Fortführung des Projekts das 1991 mit Bodenproben vom Kerferhau und den Koordinaten 04-05/94-95 gestartet wurde. Eine weitere Station war der Kunstverein in Ettlingen mit der Ausstellung „Natur forte“ verbunden mit dem Wolfgang Hartmann Preis 2009 für Marko Schacher.
Aufgrund der tiefgreifenden Eingriffe in die Natur durch die Baumaßnahmen des Tiefbahnhofs in Stuttgart, ist es dem Künstler ein Anliegen, die Installation mit den Bodenproben vom Baugelände im Block 03 in Stuttgart zu zeigen.
Bei einer Begehung im Juli 2011 hat Marinus van Aalst auf dem Baugelände des zukünftigen Tiefbahnhofs (seine Koordinaten: Breite: 48º47'12.49''N, Länge: 9º10'2945'E) an dafür prädestinierten Stellen Bodenproben gesammelt. Daraus hat er acht Erdhäufchen herausgesucht und den Humus mitsamt seinen in ihm schlummernden Samen und Getier als „Zellplasma“ in jeweils eine transparente Tüte gepackt. An der Decke im Ausstellungsraum unter grell strahlenden, aus Regenrinnen konstruierten Neonleuchten aufgehängt, steckt in jedem Beutel ein dünner Plastikschlauch, der zu einem gemeinsamen Trog führt. Assoziationen an den Tropf von Infusionen in Krankenhäusern sind beabsichtigt und knüpfen bewusst an die Gefahren bei der Umsetzung des Tiefbahnhofs an. Mit seiner formal und funktional an ein Laboratorium erinnernden Installation erforscht Marinus van Aalst vor Ort, welches Energie-Potential in diesen Proben steckt. Er destilliert quasi die Natur und sammelt die Konzentrate (Gärungs-Gase, Bakterien, Kleinstlebewesen, Wasser) in einer Wanne. Man kann auch sagen: Er möchte der Natur eine Gesetzmäßigkeit abtrotzen, eine These bestätigen. Auch Assoziationen an Legebatterien sind möglich. Der Natur wird hier buchstäblich etwas abgepresst. Möglicherweise wird sie gar ausgenutzt?
Eröffnung: Freitag, 05 . 08. 2011 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 02. 09. 2011 ab 20 Uhr
Infos: www.art-van-aalst.com
07. 10. - 04. 11. 2011
Laurentiu Feller
"Balkanology"
Unter dem Titel „Balkanology“ präsentiert Laurtentiu Feller Rauminstallationen, Objekte, Ready-Mades, Film und Malerei. Die Arbeiten des in Nürnberg lebenden Künstlers sind als eine Art Identitätsfindungsprozess, als distanzierte Studie der Gesellschaft Rumäniens, aus der Laurentiu Feller stammt, zu sehen. Als in Deutschland lebender Rumäne blickt er kritisch auf die gesellschaftlichen Veränderungen in seiner Heimat und geht mit seiner Analyse des heutigen Rumänien bewußt auf Konfrontationskurs, indem er selbst Erlebtes mit Fiktivem zu einem spannenden, klar definierten Konzept kombiniert, das wenig Raum für eigene Interpretationen läßt.
Eröffnung: Freitag, 07 . 10. 2011 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 04. 11. 2011 ab 20 Uhr
02. 12. - 30. 12. 2011
James Schrade
ПРОСПЕКТ
Fotografie
Prospekt (lat. Prospectus – Ansicht, Hinblick, Aussicht) ist eine Werbepublikation, meist ein Druckerzeugnis, in umfangreicher Form. In einem Prospekt wird in der Regel ein ganz bestimmtes Produkt vorgestellt.
Prospekt wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Hauptverkehrsstraße mit hohem Verkehrsaufkommen und einer wichtigen Verbindungsfunktion bezeichnet.
Die aktuelle Fotoausstellung James Schrades zeigt eine Retrospektive von Fotoarbeiten unterschiedlichster Themen der letzten 3 Jahre. Zentrales Thema in James Schrades Bildern bleibt aber das Portrait. Seit Jahren fotografiert er Situationen im öffentlichen Raum. Dabei lassen sich seine Fotoaufnahmen in den dokumentarischen wie künstlerischen Kontext einordnen. Die Abbildungen präsentieren die Akteure der Stadt, in der Menge isolierte Individuen. Dabei findet er immer wieder neue Blickwinkel und hält fast poetisch Ausschnitte aus dem Leben der Menschen fest. Seine Bilder sind ein natürlicher Teil seiner Lebensgewohnheiten, sie vermitteln eine Nähe zum Dargestellten und verraten eine intime Kenntnis davon, wie Menschen an genau diesem Ort miteinander und mit ihrer Umwelt interagieren. James Schrade konzentriert sich auf die Darstellungen von Menschen, aber nur von wenigen Bildern lässt sich behaupten, dass es individuelle Portraits sind. Fast möchte man denken, dass die Interaktion und nicht das Individuum im Vordergrund steht. In seinen Schwarz - Weiß- Fotografien treten klare Konturen in den Blick – in den weicher wirkenden Farbbildern entstehen aufgeregtere Bildsituationen. In dichter Komplexität greifen in James Schrades Fotografien unzählige Details ineinander und vermitteln eine Ahnung von der Vielschichtigkeit alltäglicher Lebenssituationen.
Eröffnung am Freitag, 02. 12. 2011 ab 20 h
mit DJ GITANO
Showdown am Freitag, 30. 12. 2011 ab 20 h
2010:
08. 01. - 05. 02. 2010
Martin Sigmund
"Border"
Fotografie
Grenzen unterteilen die Welt in ein Hier und ein Dort. Das Überschreiten einer Grenze entspricht einem Schritt in das Unbekannte, das Kommende ist fremd und das Bekannte liegt hinter einem. Selbstverständlichkeiten verlieren ihren Alleinvertreteranspruch, Straßenschilder, Sprache, Architektur sind mit einem Schlag neu.
Seit dem Schengener Abkommen von 1995 fallen in Europa die Grenzen und mit ihnen die ideologischen Manifestationen. Die Grenzstationen sind heute menschenleere Relikte die Vergangenheit atmen und in ihrer funktionalen Statik die Idee von Freiheit, Zukunft und Globalisierung als breiten Strom an sich vorbeiziehen lassen.
In seiner Werkserie Border fängt Martin Sigmund dieses Davor und Dahinter, dieses Gestern und Morgen der Grenzen ein und dokumentiert sie als Rudimente einer vergangenen Epoche, in denen die Frage nach dem, was verloren ging und dem, was gewonnen wurde vage Gestalt annimmt. Seine Fotografien offenbaren den Grenzfall zwischen hoffnungsfroher Nostalgie und wehmütigem Fortschritt.
(Vivien Moskaliuk)
Eröffnung 08. 01. 2010 ab 20 Uhr
Showdown 05. 02. 2010 ab 20 Uhr
05. 03. - 02. 04. 2010
Frank Bahr
"Fleisch"
Fotografische Dokumentation
Frank Bahr verwendet für seine Fotoserie rohes Fleisch als Medium, da Fleisch als Material in Form und Größe keinen Maßstab besitzt und im kollektiven Empfinden einen Bezug findet. Bahr spielt dabei gekonnt mit Größenverhältnissen - es werden natürliche Kulissen in die Fotografien eingebunden, teilweise auch komplett als Modell nachgebaut.
Mit den analog hergestellten und nicht digital nachbearbeiteten Arbeiten hinterfragt der Künstler Wahrheitsgehalt und Wahrnehmung der modernen digitalen Fotografie .
Eröffnung: Freitag, 05. 03. 2010 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 02. 04. 2010 ab 20 Uhr
16. 04. - 14. 05. 2010
Herbert Wehner|ofW
> · PpPppPpDeD · <
transmedia
Herbert Wehner ofW, der, seit er 1994 im Kunstverein Alpha und jetzt im Bohnenviertel Kunst grillte, auch hierzulande bekannt ist für seine Theorie und Philosophie Kunst erfass- und begreifbar zu machen, wird in der Ausstellung > PpPppPpDeD < transmedial an das vor über 50 Jahren von George Maciunas postulierte " teaching and learning as performance " als immer noch dringende Notwendigkeit erinnern.
Eröffnung: Freitag, 16. 04. 2010 ab 20 Uhr
Zwischen 21 und 22 h werden die beiden Stuttgarter Kunsthistoriker Marko Schacher und Winfried Stürzl das Wahrzunehmende bereichern.
Showdown: Freitag, 14. 05. 2010 ab 20 Uhr
06. 08. – 03. 09. 2010
MARQUARDTHARALD - Werkzyklus 2009/2010
Lärmsauger, Lärm ist Gestank im Ohr, oder
„oh Herr gib mir Ohrenlider“
Fotomontagen, Zeichnungen, Objekte, Multiples
Der erstmalig zu sehende Werkzyklus des Stuttgarter Künstlers MARQUARDTHARALD beschäftigt sich mit dem Thema Lärm; Lärm der von uns Menschen erzeugt wird und in unsere Ohren dringt. Seine Vision ist es einen „Lärmsauger“ zu entwickeln, der den Lärm vor Ort zeitgleich aufsaugt und in Stille umwandelt. Lärmsauger sollen überall einsetzbar sein.
Eröffnung: Freitag, 06. 08. 2010 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 03. 09. 2010 ab 20 Uhr
01. 10. - 29. 10. 2010
Dokumentation des internationalen Kunstprojekts "die Donaurolle"
(Georg Zaiß, Hanns-Michael Ruprechter, Manfred Unterweger/Undi +i)
Eröffnung: Freitag, 01. 10. 2010 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 29. 10. 2010 ab 20 Uhr
12. 11. - 10. 12. 2010
Andreas Hykade
"LOVE & THEFT"
Trickfilm + Skizzen
In LOVE & THEFT, dem neuesten Film des Animationsfilmers Andreas Hykade, verschmelzen ikonische Figuren der Popkultur zu einer abstrakten plasmatischen Gesamtkomposition. Angetrieben vom Soundtrack des Musikers Heiko Maile entwickelt der Film eine Sogkraft, der sich der Zuschauer
kaum entziehen kann. LOVE & THEFT hat bereits weltweit auf Festivals für Furore gesorgt. Nun stellt Zero Arts erstmalig die Zeichnungen aus, die als Basis für LOVE & THEFT dienten. So kann der Zuschauer nachvollziehen, wie Mickey Maus zu Che Guevara wird, Betty Boop zu Adolf Hitler und Spongue Bob zu Gott.
Eröffnung: Freitag, 12 . 11. 2010 ab 20 Uhr
Showdown: Freitag, 10. 12. 2010 ab 20 Uhr
2009:
09. 01. - 13. 02. 2009
"7 Jahre im Land der Brezelfresser"
Arbeiten von Jochen Schlöder
Unter dem Titel „Sieben Jahre im Land der Brezelfresser“ stellt Jochen Schlöder, Exkolumnist des Periodikums Sonnendeck bei uns seine neuesten Werke aus.
Die Videos des gelernten Experimentalfilmfummlers sind eigen: schnörkellos und unprätentiös gehen sie behutsam-zurückgenommen vor. Dabei entziehen sie sich jeglichen Modetrends, sowie banalen Kategorisierungen. Vor kurzem begann er sich der Malerei anzunähern. Die entstandenen Gemälde zeichnen sich durch souveräne Rotzigkeit aus und entlarven ironisch distanziert die Absurdität des Alltags - kurzum: eine Perle des zeitgenössischen Farbauftrags. Schlöder möchte „das Feld der Malerei nicht denen überlassen, die obwohl klassisch ausgebildet, sich jetzt aber trendig doof stellen und versuchen, angetäuscht schlecht zu malen. Nein, hier zeigt sich meine wahre Meisterschaft, selbst der Galerist mit der helmartigen Frisur bezichtigte mich der Antimalerei.“
Irgendjemand erzählte dem Künstler einmal, dass er Gemälde sammle, auf denen rote Würste drauf seien. Na ja, so weit ist es mit dem schlöderschen Verschwäbeln dann doch noch nicht, dass er jetzt anfangen würde, klassische Stillleben mit Linsen, Spätzle und Saiten zu pinseln. Dennoch, auch er kann sich nicht immer seiner diffusen Kehrwochengedanken erwehren, teilweise fanden auch schaurig regional-folkloristische Motive Eingang in sein Werk.
Eine Ausstellung, im Geiste Herbert Achternbuschs („Diese Gegend hat mich kaputtgemacht, und ich bleibe so lange, bis man ihr das anmerkt") mit Malereien, Videos, Fotos und konzeptuellen Arbeiten.
Eröffnung 09. 01. 2009 ab 20 Uhr
Showdown 13. 02. 2009 ab 20 Uhr
20. 03. 2009 - 17. 04. 2009
Prolog im stumpfen Frühling
Klaus Fabricius
3D_Collage
Konsequent verbindet Klaus Fabricius in seinen Arbeiten einen scharfen analytischen Blick mit irritierenden und berührenden künstlerischen Mitteln. Sie sind Kommentare und Empfindungen sorgsam beobachteter Welt, die weit über das Naheliegende und Sichtbare hinaus Geschichten erzählen, zitieren, adaptieren, die berühren, erschrecken, provozieren, amüsieren…. So kommen u. a. zwei Flaggen in schwarz und weiß vor, die schmeichelnd im Entrée um eine Trikolore wehen – in Demut und Erinnerung an ‚Die Freiheit führt das Volk’ von Delacroix. Das ‚WERKbild’ gegenüber stimmt düster Arbeitsprozesse ein. Eine abgelegte Axt deutet getane Arbeit an, der Haufen aus Holzscheiten und Kohle wird im Monitor zur Feuerstätte. ‚Freiheit, die ich meine’: Eine Waffe ergänzt das zeigerblinde Blatt der Uhr – nur wozu? Der Raum wird durch das Fotoprint ‚City’ geweitet, eine Tür hingegen verwehrt den Ortswechsel. Als lyrischer Verweis liest sich der ‚Apfel der Verführung’ auf Augenhöhe, christliches Symbol und golden wie die Kugel der Prinzessin aus dem Froschkönig. Ein feuchtes Handtuch hängt am Nagel über einer mit Wasser gefüllten Schüssel, ein Zitat zur ‚Fußwaschung’. Und das Flackern von Elektrokerzen irritiert in seiner Umgebung und setzt den Biedermeier in Brand. In seinem konsequent eingesetzten Stilmittel der Collage nutzt Fabricius technische Apparate, die ungewohnte Einblicke ermöglichen und unbewusste Gedankengänge freisetzen. Die 3D-Collage als Erlebnisraum, der Fragen aufwerfen soll, um das Staunen über die Welt nicht zu vernachlässigen. (Textcollage K.F.)
Eröffnung 20. 03. 2009 ab 20 Uhr
Showdown 17. 04. 2009 ab 20 Uhr
08. 05. - 05. 06. 2009
Gero Götze
"ch`tulu hunt & sceptic sister"
Bilder, Objekte, Video
"beim barte buddahs,
ich habe keine wahl ,
als über alles zu lachen,
nichts zu ernst zu nehmen.
ausgleichen
vielleicht ist es kunst
letztlich ist es nicht wichtig
passionierte erkundung des unbekannten
diffusion von sehnsucht
wann und wo
sehen wir uns wieder
und sind froh"
Gero Götzes Arbeiten bewegen sich auf angenehme Weise abseits gängiger Klischees - diverse Fundstücke und verschiedenste Materialien kombiniert der in Basel lebende Künstler zu eigentümlichen Objekten, die sich nicht ohne weiteres einordnen lassen und dem Betrachter genügend Raum für eigene Interpretationen lassen. Das "Mandalamassaker" setzt sich in seinen Bildern und Videos konsequent fort und überläßt die Frage, ob es sich hierbei tatsächlich um Kunst handelt, dem analytischen Blick des Ausstellungsbesuchers.
Eröffnung 08. 05. 2009 ab 20 Uhr
Showdown 05. 06. 2009 ab 20 Uhr
03. 07. - 24. 07. 2009
Alexander Schikowski
"slágfertig"
Video, Photo, Malerei
Alexander Schikowskis Videoperformance "Selbstbewerfung" ist eine Reaktion auf den Hass und die Wut, den die ungarische Gesellschaft bei der "GayPride - Parade" 2008 in Budapest gegen die Demonstrationsteilnehmer an den Tag legte. Für die wegen Eier und Steine Werfen verhafteten rechtsradikalen Subjekte entschieden die ungarischen Richter : "Eierwerfen ist erlaubt, es ist ein Teil des Rechtes auf freie Meinungsäusserung."
Das Video spiegelt die gesellschaftliche Aggression, die in Ungarn als einzige mögliche Reaktion auf das Anderssein erscheint.
Man sollte die Selbstbestrafung üben, wie eine Methode der Weiterentwicklung der Selbstkritk. Denn erst wenn der Mensch mit sich selbst im Frieden ist, ist er fähig an der Gemeinschaft teilzunehmen.
http://www.youtube.com/watch?v=W4x9XimynYs
Neben Videos zeigen wir Photoarbeiten aus Samara/Rußland des in Budapest und Stuttgart lebenden Künstlers - außerdem gewährt Alexander Schikowski Einblicke in seine derzeitige Tätigkeit als Grafschaftsmaler zu Wertheim.
Eröffnung 03. 07. 2009 ab 20 Uhr
Showdown 24. 07. 2009 ab 20 Uhr
11. 09. - 09. 10. 2009
Michael Goodward
"English Allsorts"
Die sinnlich eleganten Skulpturen und Installationen von Michael Goodward spielen mit der subtilen Unterwanderung von Erwartungshaltungen oder der überraschenden Verwendungen von Materialien. Der Künstler schreibt über seine Arbeiten: „Ich verspüre das tiefe Bedürfnis komplexe Ideen kurz und prägnant zu kommunizieren unter Verwendung von einfach zugänglichen Alttags- und Industriematerialien.“ Ähnlich der post-konzeptionellen Alchemie Tom Friedman’s, verwandelt Goodward alltägliche Materialien in poetische, humorvolle und manchmal ironische Kombinationen.
Bei „Something or Other“ beispielsweise handelt es sich um eine Haarbürste, deren Borsten durch Haare ersetzt wurden. Das lästige Phänomen, dass sich Haare in der Bürste verfangen, transformiert sich dadurch in ein ausgesprochen schönes, wenn auch nutzloses ästhetisches Objekt. Text spielt eine wichtige Rolle in Goodward’s Werk, und Goodward’s Beherrschung der prägnanten Kürze ist genauso geistreich, wie seine Nebeneinanderstellung von Materialien. Bei der Beschriftung von Design- und Architekturobjekten, legt Goodward grosse Bedeutung auf Typographie, Text und das Material seiner Konstruktionen.
Das Leben in West Yorkshire und der Schweiz – beides Landschaften von betörender Schönheit – hat zweifellos einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung von Goodwards einmaligem poetischen Kunststil ausgeübt.
Charlotte Bonham-Carter ist unabhängige Kunstkritikerin und Kuratorin am Irish Museum of Modern Art. Ihre Artikel erschienen in Flash Art, Contemporary, Art Review, Art Press, Tank, und Untitled, sowie einer Vielzahl von Ausstellungskatalogen. Sie lebt in London und Dublin.
Eröffnung 11. 09. 2009 ab 20 Uhr
Showdown 09. 10. 2009 ab 20 Uhr
06. 11. - 11. 12. 2009
Jang Young Jung
"communication mutant"
Videoinstallation
Kommunikationsfähigkeit ist wichtig, denn wichtige Informationen erhalten wir durch Kommunikation. Wir leben heute in einer Informationsgesellschaft, sind aber ohne Information oft handlungsunfähig. In erster Linie kommunizieren wir durch Sprache, beziehen jedoch mittlerweile einen großen Teil an Informationen durch die Medien. Besonders dem Fernsehen kommt hier eine wesentliche Rolle zu, denn es liefert Unmengen von Informationen frei Haus und überhäuft den Konsumenten weltweit im Sekundentakt mit ungefilterter Information. Der Zuschauer entscheidet zwar selbst, welche davon er verarbeitet, doch der vom Fernsehen ausgehende Einfluß wird oft unterschätzt.
Eine weitere Schwierigkeit der Kommunikation ist die Sprache selbst. Nachrichtensendungen z. B. werden von Menschen die der Landessprache nicht mächtig sind oft gar nicht oder völlig sinnentfremdet wahrgenommmen. Der aus Südkorea stammende und in Stuttgart lebende Künstler Jang Young Jung beobachtet die Situation anhand von Nachrichtensendungen verschiedener Sprachen.
Eröffnung 06. 11. 2009 ab 20 Uhr
Showdown 11. 12. 2009 ab 20 Uhr
2008:
11. 01. - 22. 02. 2008
..."xxx
Pixelpinseleien von Iris Hellriegel
Die Performancekünstlerin setzt sich selbst als handelnde Figur in inszenierter Fotografie ein. Durch das Nachstellen werden erinnerte Eindrücke reproduziert, seien es Gendernauten, Stuttguerilla Girls oder Samaraner Katzen. Der Prozess der Aneignung beginnt bei der Kostümierung und wird bei der Nachbearbeitung am Computer ausgeweitet. Bezüge zur Malerei werden in der Fotografie gesucht, indem Fotografiertes übermalt und Gemaltes fotografiert wird. Die Überinszenierung wird durch eine kraftvolle und kontrastreiche Farbgebung gesteigert. So entstehen überspitzte und oft auch komische Nachbilder, die dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen lassen.
Eröffnung am Freitag, 11. 01. 2008 ab 20 h
Showdown am Freitag, 22. 02. 2008 ab 20 h
07. 03. - 11. 04. 2008
"HEDONISTEN"
Photos von James Schrade
Lebensrealität in den Straßen der Innenstadt steht im Mittepunkt von James Schrades aktueller Arbeit HEDONISTEN. Seine Bilder sind ein natürlicher Teil seiner Lebensgewohnheiten, sie vermitteln Nähe zum Dargestellten und verraten eine intime Kenntnis davon, wie Menschen an genau diesem Ort miteinander und mit ihrer Umgebung interagieren. James Schrade konzentriert sich auf die Darstellungen von Menschen aber nur von wenigen Bildern lässt sich behaupten, dass es individuelle Porträts sind. Fast möchte man denken, dass die Interaktion und nicht das Individuum im Vordergrund steht. In seinen Schwarz-Weiß-Fotografien treten klare Konturen in den Blick – in den weicher wirkenden Farbbildern entstehen aufgeregtere Bildsituationen. In dichter Komplexität greifen in James Schrades Fotografien unzählige Details ineinander und vermitteln eine Ahnung von der Vielschichtigkeit alltäglicher Lebenssituationen.
Hedonismus:
Unter Hedonismus wird eine philosophische bzw. ethische Strömung verstanden, die Lust als höchstes Gut und Bedingung für Glückseligkeit und gutes Leben ansieht. Hedonismus ist fast immer mit einem krassen Materialismus gepaart – eine transzendente Wirklichkeit fehlt. Allgemein versteht man deshalb unter dem Begriff Hedonismus eine an materiellen Genüssen orientierte, egoistische Lebenseinstellung.
Eröffnung am Freitag, 07. 03. 2008 ab 20 h
Showdown am Freitag, 11. 04. 2008 ab 20
09. 05. - 13. 06. 2008
"Inclusen"
Malerei von Sigita Laubengaier
Die Arbeiten von Sigita Laubengaier sind eine Auseinandersetzung mit dem Inneren und der Versuch Eingeschlossenes für den Betrachter sichtbar zu machen.
Inklusen (lat.: Eingeschlossene)
Inklusen = Menschen die sich zu Zwecken der Askese und des Gebets im sogenannten Inklusorium einschließen oder auch einmauern ließen. Durch kleine Fenster mit der Außenwelt verbunden, wurden sie versorgt und dienten dem Volk als geistliche Ratgeber. Ebenfalls als Inklusen werden Einschlüsse im Bernstein bezeichnet.
Eröffnung am Freitag, 09. 05. 2008 ab 20 h
Showdown am Freitag, 13. 06. 2008 ab 20
04. 07. - 08. 08. 2008
"why play it again? "
eine Gastausstellung des Stuttgarter Kunstvereins e.V.
Als inoffizelles, unbestelltes und ergänzendes Rahmenprogramm zu "play it" bieten wir Ausstellungsbesuchern die Möglichkeit, zahlreiche hochkarätige künstlerische Positionen aus Stuttgart kennen zu lernen.
Es spielen voraussichtlich mit:
Reinhold Adt
Andreas Bär
U!!i Berg
Zeljko Bozicevic
Marc-Steffen Bremer
Friederike Dönnges
Elin Doka
Marie Dubreuil
Gudrun Freder
Simon Götz
göz entertainment group
Kurt Grunow
Sasa Gulija
Elke Hammelstein
Peter Haury
Iris Hellriegel
Jens Hermann
Stephan Köperl
Julia Lenzmann
Andreas Mayer-Brennenstuhl
Nina Müller
Boris Musper
N.N.
Eva Paulitsch
Kiki Perleberg
Joachim Peter
Peter Prothmann
Ellen Rein
Stefanie Reling
Maria Grazia Sacchitelli
Carlo Schiuma
Katharina Schiuma
Reiner Schlecker
Steffen Schlichter
Jochen Schlöder
Uli Schwinge
Stef Stagel
Michael Strähle
Hannes Trüjen
Herbert Wehner | ofW
Julia Wenz
Birgit Werner
Uta Weyrich
Sylvia Winkler
Kathrin Wörwag
Georg Zaiß
Gemeinsam arbeiten die beteiligten Akteure an der Idee eines Spielplatzes, der von den einzelnen KünstlerInnen als Spiel mit der Kunst (und den Artefakten der individuellen Positionen) heiter sowohl mit, als auch gegeneinander bespielt wird, so dass die Summe der Einzelheiten mehr als diese ergibt und auch die Schwerkraft aufgehoben wird. Den Teilnehmern schwebt eine dreidimensionale Landschaft (wie Sie sicher wissen, ein rein kunsthistorischer Begriff) vor, in der auch etwas auf dem Kopf stehen muss, falsch platziert ist oder beim flüchtigen hinsehen im Einzelteil aussieht, als ob ein Ausstellungsbesucher seinen Regenschirm vergessen hätte.
Eröffnung am Freitag, 04. 07. 2008 ab 20 h
Showdown am Freitag, 08. 08. 2008 ab 20 h
12. 09. - 24. 10. 2008
"DIE GROSSE MASCHINE"
Installation von Peter Schmidt
Daß ein Ingenieur eine Autoproduktion aufbaut, das ist normal. Wenn aber ein Ingenieur eine Autoproduktion aufbaut und danach behauptet, das sei Kunst, das ist ungewöhnlich. Der Künstler und Ingenieur Peter Schmidt baut das Modell einer komplexen Fabrik im Modelleisenbahnmaßstab 1:87. Doch diese Fabrik hat ihre Tücken, es werden auf der einen Seite Autos produziert, die kurz danach auf der anderen Seite der Montagestraße wieder demontiert werden, ein ewiger sinnloser Kreislauf entsteht, aber das auf technisch sehr hohem Niveau. Die Automation ist so weit fortgeschritten, daß im gesamten Fertigungsbereich keine Arbeiter zu sehen sind, dafür aber um so mehr Herren in dunklen Anzügen, die sich in der Fabrik aufhalten, Diskussionen und Führungen abhalten. Doch ganz sind die Arbeiter noch nicht aus der Arbeitswelt verbannt. In einer Ebene unterhalb der eigentlichen Produktion, dort wo die Energie zur Verfügung gestellt wird, da sind die Arbeiter noch zu finden, in düstern, bedrohlichen Räumen, die in starkem Kontrast zur lichten Produktionshalle stehen.
In der Ausstellung „DIE GROSSE MASCHINE“ sind außer dem Modell Fotoaufnahmen dieser Maschinerie zu sehen. Durch den Vorgang, die Wirklichkeit erst auf ein Modell zu schrumpfen und dann wieder in Fotos stark zu vergrößern, entsteht ein Wechselspiel der Dimensionen und eine starke Zuspitzung der Produktionswirklichkeit.
Eröffnung am Freitag, 12. 09. 2008 ab 20 h
Showdown am Freitag, 24. 10. 2008 ab 20 h
07. 11. - 12. 12. 2008
AGING - WITHOUT GROWING UP
(growing up without aging)
Malerei und Objekte von Elin Doka
Monströse und niedliche Relikte aus dem Kinderzimmer dienen der Stuttgarter Künstlerin Elin Doka als Projektionsfläche für zwiespältige Befindlichkeiten.
Die Masters of the Universe sind erwachsen geworden und gieren nach Lifestyle und Status, während E.T. und Monchichi Altersflecken bekommen haben.
Nicht nur pubertierende Fünfzigjährige und abgeklärte Zwölfjährige haben ihre Freude wenn die Künstlerin mit der Spielzeugwelt der 70er und 80er konfrontiert und sich gleichzeitig humorvoll mit Altern im Zeitalter des „Anti-Aging“ und Konsum- und Markenwahn auseinandersetzt.
MAMA IST SCHULD!!!
Eröffnung 07. 11. 2008 ab 20 Uhr
Showdown 12. 12. 2008 ab 20 Uhr
2007:
02. 02. - 23. 03. 2007
"Erodierungen"
Materialbilder von Manfred Unterweger (Undi +i)
Fundstücke und unscheinbare Materialien sind die Basis in Manfred Unterwegers Werk. Alterungsprozesse spielen in seinen Arbeiten eine große Rolle - sei es, daß das verwendete Ausgangsmaterial seine besten Tage schon lange hinter sich hat oder durch die künstlerische Bearbeitung einem künstlichen Alterungsprozeß unterliegt - was andere achtlos wegwerfen würden, erfährt durch Unterweger eine ungewöhnliche Metamorphose. Der Künstler entrückt das Material dem eigentlichen Zweck - erodiert, übermalt, überklebt, säurebehandelt oder dem Feuer ausgesetzt, erscheinen Kohle, Staub, Wachs, Teebeutel, Spaghetti, alte Strumpfhosen und andere Rohstoffe in neuem ästhetischem Licht. Seine sorgsam komponierten Materialbilder sind Ausdruck einer kritischen Betrachtung unserer Wegwerfgesellschaft und unerschöpflicher Experimentierfreude.
Eröffnung am Freitag, 02. 02. 2007ab 20 h
Finissage am Freitag, 23. 03. 2007ab 20 h
Infos: www.art-unterweger.de
06. 04. - 25. 05. 2007
"Jeder verreckt für sich allein"
Rauminstallation von Ute Woracek, Rebecca Reibke und Harald Schüszler
Ute Woracek, Rebecca Reibke und Harald Schüszler werfen in ihrer Installation einen analytischen Blick auf das Leben. In der auf den Tod verweisenden Arbeit stehen sich ein Alterungsschrank und die beispielhaft gewählten Figuren der Meerjungfrau und ihres Erlösers gegenüber und versinnbildlichen das sich auf mehreren Ebenen abspielende Wechselspiel zwischen dem "Ich" und der Umwelt.
Eröffnung am Freitag, 06. 04. 2007 ab 20 h
Finissage am Freitag, 25. 05. 2007 ab
01. 06. - 20. 07. 2007
Pfrommer & Subke - "arg schön"
Hans Pfrommer und Armin Subke zeigen neue Arbeiten - beispielsweise zu Themen wie "interkultureller Gastroexotismus" und "tolldreiste Jagdabenteuer". Was das Stuttgarter Künstlerduo da so treibt ist nicht nur "arg schön" - sondern besticht vor allem durch Witz und Klasse. Die beiden Künstler machen schon länger durch gemeinsame Ausstellungen, Projekte und Performances auf sich aufmerksam und sind bekannt für Malerei in bester Qualität und ihre Vorliebe zu kuriosen Bildtiteln.
"Schön ist es, Künstler zu sein.
Sehr schön ist der ebenso gefühlvolle wie schwer durchdachte Farbauftrag auf den Leinwänden beziehungsweise Brettern, die die Welt bedeuten.
Natürlich auch nicht schlecht, wenn mal was verkauft wird.
Es kann übrigens außerdem schön sein, Kunst zu sammeln - arg schön sogar, wenn es sich um die Qualitätserzeugnisse aus dem Hause Pfrommer/Subke handelt. Denn was hier zwischen linker und rechter, oberer und unterer Bildkante, zum Beispiel zu den Themen interkultureller Gastroexotismus und tolldreiste Jagdabenteuer zu sehen ist, das ist schon … ach, wie soll man sagen - na, Sie wissen schon: arg schön eben.
Aber sehen Sie bitte selbst."
Eröffnung am Freitag, 01. 06.2007 ab 20 h
Showdown am Freitag, 20. 07. 2007 ab 20 h
Die Künstler sind anwesend und mit Perfomance muß gerechnet werden.
03. 08. - 14. 09. 2007
"500Erdlinge - wir wollen nur das Eine"
Objektinstallation von Anne-Mary Deutsch
Anne-Mary Deutsch reflektiert in ihrer aktuellen Arbeit das Bild des modernen Egos in der Gesellschaft. Dabei zeigt sie teils politisch, aber auch kritisch und humorvoll die
jeweiligen menschlichen Charaktere - den "global melting pot".
Das Resultat ist ein Szenarium aus Porzellanminiaturen und Collagen in dem jeder Einzelne Selbstdarstellung tragikomisch lebt und dabei immer nur das Eine will.
Eröffnung am Freitag, 03. 08.2007 ab 20 h
Showdown am Freitag, 14. 09. 2007 ab 20 h
05. 10. - 09. 11. 2007
"naturaleza muerta"
Malerei von Antonio Santin
Alles frisch auf den Tisch und nur für kurze Zeit bei uns zu sehen - was der junge spanische Maler Antonio Santin in seinen aktuellen Bildern umsetzt, ist keine leichte Kost, schon der Titel der Ausstellung weist darauf hin (eigentlich Stilleben, unsere Übersetzungssoftware kam aber zu dem Resultat "gestorbene Natur").
Mit Skulpturen und seinen riesigen Portraits erhielt der erfolgreiche Wahlberliner Preise und Auszeichnungen. In dieser Austellung beschränkt er sich auf kleinere Formate. Die aktuellen Bilder entführen in die Welt der Schlachthöfe, wirken grausam und wunderschön zugleich. Plastisch und "lebensnah" präsentieren sich die dargestellten Tierbälger und abgeschlagenen Schweinsköpfe und wie schon bei seinen Portraits gelingt Santin auch hier eine Qualität die über die bloße Darstellung hinausgeht.
Vegetarier werden den Bildern möglicherweise nicht viel abgewinnen können - doch für den Kunstfreund dürften die Arbeiten von Antonio Santin ein besonderer Leckerbissen sein.
Eröffnung am Freitag, 05. 10. 2007 ab 20 h
Showdown am Freitag, 09. 11. 2007 ab 20 h
23. 11. - 28. 12. 2007
"die 3Groschenausstellung"
15 Positionen zum Thema Armut
15 Künstler/-innen wurden aufgefordert zur Armut Stellung zu beziehen - man darf gespannt sein, ob die Beteiligten sich in ihren Arbeiten schlicht auf Materielles beziehen oder ob gar Bewegungs- und Blutarmut, geistige Armut, etc. thematisiert werden...
Die Künstler/-innen sind:
Andreas Hykade, Peter Granser, Boris Musper, Peter Schmidt, Johannes Schlichting, Gabrielle Zimmermann, Hanns-Michael Rupprechter, Manfred Unterweger (Undi +i), Marinus van Aalst, Mark Peter Orts, Hans Pfrommer, Armin Subke, Jochen Schlöder, Herbert Wehner | OfW, Ellen Rein
Eröffnung am Freitag, 23. 11. ab 20 h
Showdown am Freitag, 28. 12. ab 20 h
2006:
03. 02. - 24. 03. 2006
"Auf dem Holzweg"
Plastiken von Georg Zaiß
Nach der letzten Ausstellung mit Photographie zeigt sich Georg Zaiß diesmal ausschließlich von seiner bildhauerischen Seite. Während der letzten 2 Jahre experimentierte er mit verschiedenen einheimischen Holzarten. Es entstanden Plastiken und Reliefs die meist den Menschen zum Thema haben. Mal surreal, mal grotesk oder politisch und stets mit Liebe zum Detail, so präsentieren sich die aktuellen Arbeiten, neben denen auch ältere Kleinplastiken zu sehen sind.
Mit dieser Ausstellung wird offiziell ein Kurswechsel in der Galerie vollzogen, der sich schon während des letzten Jahres andeutete. Nach mittlerweile viereinhalb Jahren Ausstellungsaktivität mit vielen Künstlern/innen, die fast ausschließlich der Erotik in ihren verschiedenen Formen huldigten, ist es an der Zeit für Veränderungen. Die Galerie wird sich künftig hauptsächlich der Präsentation zeitgenössischer junger Kunst widmen.
Vernissage: Freitag, 03. Februar 2006 ab 20 h
Finissage: Freitag, 24. März 2006 ab 20 h
07. 04. - 26. 05. 2006
"Fremdartige anatomische Wildnis"
AXCS ART / Alexander Sterzel
Ölbilder + Arbeitsblätter
Alexander Sterzel hat nach siebenjähriger Abstinenz wieder damit begonnen in Öl zu malen. Ein guter Entschluß - denn seine „Fremdartige anatomische Wildnis“ ist die konsequente Weiterentwicklung und logische Schlussfolgerung seiner „Montierten Wirklichkeiten“.
Die so genannten „Totenbilder“, „Heiligenbilder“ und „Schmerztücher“ haben sich in der Wildnis vereint. Bei den „Montierten Wirklichkeiten“ dominierte noch der menschliche Körper und die erotische Darstellung. Die neuen Arbeitsblätter und deren Umsetzung in Öl wollen hingegen als Versinnlichung des Geistes und der Gedanken verstanden werden.
In der „fremdartigen anatomischen Wildnis“ die zum ersten mal der Öffentlichkeit gezeigt werden, versucht Alexander Sterzel die Zusammenhänge des Lebens in visueller Form festzuhalten. Medizin, Literatur, Auseinandersetzung mit Religion, alte vergilbte Photos und geheime Codes (Gedichte, Operationsanweisungen und Röntgenaufnahmen) bilden eine spannende Schnittmenge mit der Sterzel unerklärliche Lebens- und Leidensformen skizziert.
Vernissage: Freitag, 07. 04. 2006 ab 20 Uhr,
ca. 20.30 h - Uraufführung des Kurzstücks "Im Nervenpark" ( A. Sterzel, '06 ) mit Schauspieler Rüdiger Frank (Aalto-Theater Essen und Nationaltheater Weimar)
02. 06. - 21. 07. 2006
"Abgestumpftes Ikosaeder"
... eine Gruppenausstellung von
Andreas Hykade, Peter Granser, Johannes Schlichting, Gabrielle Zimmermann, Peter Schmidt, Boris Musper, Georg Zaiß
Ganz Stuttgart fiebert dem WM-Großereignis entgegen - auf der Königstraße werden die Tage bis zum Anpfiff bereits elektronisch gezählt und die Stadt ist seit Monaten eine einzige Baustelle. Inspiriert vom ganzen Trubel haben sich sieben Stuttgarter Künstler/innen zur gemeinsamen Ausstellung entschloßen.
Das Besondere - keiner der teilnehmenden Künstler/innen pflegt eine besondere Beziehung zu Fußball.
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Andreas Hykade - Comic
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Peter Granser - Photographie
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Johannes Schlichting - Zeichnung
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Gabrielle Zimmermann - Video
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Peter Schmidt - Installation
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Boris Musper - Collage, Installation
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Georg Zaiß - Holzplastik, Installation
Vernissage am Freitag, 02. 06. 2006 ab 20 h
04.08. - 01. 09. 2006
"Bindungen"
Malerei und Zeichnungen von Frank Grüttner
Frank Grüttner, 1940 in Berlin geboren, lebt in Frankfurt am Main. Im Alter von 16 Jahren besorgt sich der junge Grüttner vom Bayrischen Innenministerium eine Sondergenehmigung zum Kunststudium in Nürnberg, dann folgen Abitur, Medizin- und Architekturstudium, anschließend wieder Kunststudium. Seit 1967 arbeitet er als freischaffender Maler und war in den 70ern bei Kennern surrealistischer Malerei ein gefragter Mann.
Als er Ende der 70er vom Surrealismus genug hatte wendete er sich neuen Richtungen zu. Zunächst orientierte er sich an Eindrücken die ihm sein Viertel in Frankfurt bot und malte alles was ihm an Extremen ins Auge stach - dekadente Stadtmenschen, Junkies, Motoradfahrer vor und nach dem Unfall und wechselte dabei komplett seinen Malstil. Es entstanden Bilder die den Menschen nicht idealisieren sondern vielmehr sein Innerstes freilegen. Bilder die berühren, manchmal auch unangenehm.
Für seine Frankfurtbilder benutzte er grelle Farben, doch seit ca. 15 Jahren kommt immer mehr die Farbe rot ins Spiel, die in der Malerei Grüttners mittlerweile eine enorm wichtige Rolle spielt. Rot ist eine agressive Farbe, der Ausdruck "Rot sehen" sinnbildlich dafür. Doch im Rot steckt ebenso etwas Warmes, heimelig Gemütliches. Eine Autorin die über den Künstler schrieb erwähnte in diesem Zusammenhang, daß z. B. Embryonen im Mutterleib rot als die erste Farbe überhaupt wahrnehmen, nämlich wenn die Sonne auf den Mutterleib scheint. Und denken wir an Blut ist Rot sozusagen die menschlichste aller Farben.
Für seine Ölbilder verwendet er stets Rohleinwand, das heißt, die Harzölfarbe wird direkt ohne Grundierung aufgetragen. Diese Technik läßt die Bilder transparent erscheinen und je nach Lichteinfall und Intensität verändern sich die Farben. Bei grundierter Leinwand ist dies nicht der Fall. Korrekturen sind bei dieser Arbeitsweise nicht möglich und jeder Strich muß auf Anhieb sitzen.
Wir zeigen Ölbilder aus der Serie " rote Feldbilder" und andere, allesamt speziell für diese Ausstellung gefertigt. Wir zeigen Grüttners aktuelle Malerei, einen kleinen Rückblick auf Grüttners surrealistische Zeit sowie eine Auswahl von Zeichnungen aus dem Jahr 2000 und Kleinskulpturen aus Draht. Gewissermaßen eine kleine Grüttner-Retrospektive die das komplette Spektrum des Künstlers allerdings nur grob umreißen kann.
Eröffnung am Freitag, 04. 08. 2006 ab 20 h (Frank Grüttner ist anwesend.)
Finissage am Freitag, 01. 09. 2006 ab 20 h
06. 10. - 24. 11. 2006
Tamara Kapp
Singsong-girl
Photographien, Videos & Musik
Tamara Kapp, Pendlerin zwischen Stuttgart und Luxemburg und talentierte Selbstdarstellerin präsentiert sich mit ihren Videos, Livemusik und Photographien.
Als Singsong-girl stimuliert sie den Gehörsinn mit ihren Träshique Elektro-Pop-Chansons - 80'ger Sound gepaart mit chanson-eskem Gesang, Lo-Fi Elektronique und einer Prise Lärm gewürzt. Das Konzert zur Eröffnung wird durch selbst produzierte Videoclips begleitet, u. a. tanzt Tamara als "Anni Los" gleich 5fach im heißen 80'ger Jahre Lederdress; Trickfiguren begleiten den Gesang oder wir werden zum Fahrradfahren eingeladen um "far far away" zu kommen...
Ihre Photos zeigen Motive einer seltsamen Wirklichkeit. Nachbearbeitungen am Maltisch durch Colorieren, Übermalen, Überzeichnen und/oder am Computer dienen als Übermittler. Die saubere Trennung von Schein und Wirklichkeit ist nicht von Interesse, Ziel ist vielmehr ein autonomes Bild-Objekt. Neue Wirklichkeiten werden simuliert und inszeniert, um zu eigenständigen Werken zu gelangen. Tamara Kapp weckt auf sympatische Weise Zweifel an den Regeln klassischer Photographie indem sie die Grenzen zwischen Dukumentation und Inszenierung verwischt.
Eröffnung mit Live-Musik am Freitag, 06. 10. ab 20 h
Showdown am Freitag, 24. 11. ab 20 h
01. 12. 2006 - 26. 01. 2007
Angel Rengell / Luccia Lignan
"Sinnlichkeit in Farbe und Linie"
Auch wenn das Künstlerehepaar Rengell/Lignan dieselbe Leidenschaft teilt, ist die Art der Annäherung doch unterschiedlich.
Angel Rengell, Bildhauer, Maler und talentierter Zeichner, konzentriert sich auf die Linie und bringt sie zur Perfektion. Erotik ist Teil seiner Philosophie, seine Nackten Ausdruck einer Idealisierung des menschlichen Körpers. In seinen Arbeiten gelingt es ihm klassische Formvollendung mit seinen eigenen Studien zu vereinen.
Luccia Lignan verleiht ihren Formen mit dick aufgetragener Farbe Struktur. Jedes Bild wird lange im Kopf überdacht bevor sich die Künstlerin schließlich ans Bearbeiten der Leinwand macht. Ihre Aktbilder zeigen natürliche, selbstbewußte Nacktheit in süßlich expressionistischen Farben, die anregend wirken.
Wir zeigen eine Auswahl aktueller Arbeiten des Künstlerpaares aus Sevilla/Spanien.
Eröffnung am Freitag, 01. 12. 2006 ab 20 h
Showdown am Freitag, 26. 01. 2007 ab 20 h
