
Die zweitbeste aller möglichen Welten
HANS PFROMMER
Malerei
Eröffnung: Freitag, 11. Dezember 2026 ab 20.00 Uhr mit einer Einführung von Stephan Köperl
Finissage: Freitag, 8. Januar 2027 ab 20.00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten am 13.12., 25.12., 1.1., 6.1. jeweils 16.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung


Allein die Existenz sogenannter tethered caps, jener Verschlusskappen also, die sich ums Verrecken nicht von den dazugehörigen Einwegflaschenkörpern trennen lassen wollen, obwohl eine Wirklichkeit ohne sie nicht allein vorstellbar ist, sondern ja tatsächlich bereits existiert hat, belegt hinlänglich, dass wir entgegen Leibniz' Behauptung keinesfalls in der besten aller möglichen Welten leben. Auf der anderen Seite vermag diese Welt durch ihre schiere Vielfalt und Komplexität und die Möglichkeit, darin eine Unzahl betörender sinnlicher Erfahrungen zu machen, durchaus für sich einzunehmen und das Leben lebenswert erscheinen zu lassen.
Hans Pfrommers kleinformatige Ölbilder, gefertigt im besten aller (derzeit) möglichen Malstile, geben dem Betrachter einen repräsentativen Überblick über Vor- und Nachteile der uns umgebenden Wirklichkeit. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden dabei die Arbeiten der Werkreihe "Neues vom Tage“, in denen Schlagzeilen der jüngeren Zeit aus Internet und Boulevardpresse thematisiert und gleichsam illustriert werden. Außerdem werden einige Selbstportraits präsentiert, die den Künstler (vor allem in den Bildern seiner Serie "Tun, was getan werden muss") meistens in fiktiven, alltäglichen oder außergewöhnlichen Situationen zeigen, die er lieber gemalt hat als durchlitten hätte.
In ihrer Zusammenschau geben Pfrommers Bilder dem Betrachter ein wichtiges Werkzeug zur persönlichen Neubewertung des Kosmos an die Hand: Es könnte sich, grob geschätzt und nach reiflicher Überlegung, um die zweitbeste aller möglichen Welten handeln.



