Am 5.8.2022 eröffnen wir in der Galerie Zero Arts in Stuttgart, Ostendstraße 16 um 20 Uhr die Ausstellung

 

I´LL BE YOUR MIRROR

JIM ZIMMERMANN

PHOTOGRAPHIE IM ACETONTRANSFER, MULTIPLES, OBJEKTE 

& THE WORLD LOOKS BETTER ON SUPER 8

 

ZUR ERÖFFNUNG LIEST EBERHARD BOECK AUS FINNEGANS WAKE

MIT IMPROVISATIONEN VON ELLEN REIN & RÜDIGER SCHEIFFELE

JIM-ZIMMERMANN.DE / INSTA: JIM.ZIMMERMANN.PHOTOGRAPHIE

 

Eröffnung: Freitag, 5.8. 20.00 Uhr

Finissage: Freitag, 26.8. 20.00 Uhr

Zusätzliche Öffnungszeiten nach Vereinbarung

 

"Nur mit dem Toner meines alten Faxgerätes Canon FAX-L300 lässt sich eine Photographie durch Aceton auflösen und auf einen Untergrund übertragen. Mit diesem Verfahren verliert die einzelne Photographie die Bedeutung ihrer angeblichen Objektivität. Bei den Montagen wird dem Betrachter die gedankliche Arbeit auferlegt, zwischen beabsichtigter Beziehung und Willkür zu unterscheiden. Ob dies Kunst ist, interessiert mich nicht, aber um vollständig zu sein, müssen die Arbeiten erlebt werden." So beschreibt Jim Zimmermann seine Intentionen und seine Arbeiten sind auch eine Hommage an die "Genialen Dilletanten" der 80er Jahre mit Bargeld, Müller, Hein, DAF, vielen anderen und natürlich der Tödlichen Doris. Er stellt die Frage, ob Bilder heute noch die Kraft des revolutionären Chaos haben, welche deren Bilder zweifellos hatten. Denn der Satz, den Thomas Bernhard eher beiläufig schrieb, "Mit der Klarheit nimmt die Kälte zu", trifft heute mehr denn je. Auf den, der absichtslos durch die Stadt geht, prasselt ein Bombardement an dämlicher Reklame, an idiotischen Glücksversprechen hernieder. Selbstoptimierung, das perfekte Bild, der abstoßende Slogan, die grandiose Erfolgslüge - auf den Bildschirmen und Reklametafeln überschlagen sich blitzsaubere Dummheiten: Kälte. Zimmermanns Gegengift sind technische Mängel, sie bereiten ein subversives Vergnügen. Das Material bekommt ein Mitspracherecht, lustvoll ist der fahrlässige Umgang mit der Technik, der unbedingte Wille zum Scheitern inklusive. Die analoge Technik ist nicht Nostalgie. In ihr drückt sich Materielles, Haptisches in der Entstehung der Arbeiten aus. Bisher Unsichtbares wird sichtbar und hütet doch sein Geheimnis. Natürlich gibt es heute jede Menge Apps, die alles viel besser können, die auch digitale Filme und Bilder wie Super8 oder wie Polaroid aussehen lassen. Aber wie langweilig diese Mogelpackung ist, wird vor Zimmermanns Arbeiten deutlich. Dabei muss das analoge Foto keineswegs wahrhaftiger sein als das digitale, denn Bilder lügen immer und alles könnte auch immer ganz anders sein.

Vinyl for ever
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CURRYWURST
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1842_09 Zero Vernissage by Jacqueline Aug22
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Vinyl for ever
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IMG_20220805_203342
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1842_19 Zero Vernissage by Jacqueline Aug22
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